Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kunden und Geschäftspartner,

das Jahr 2012 war für die BayernLB ein besonders wichtiges Jahr, das Dank des großen Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Wendepunkt in der jüngeren Geschichte der Bank darstellt. Unser Haus schloss nicht nur mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Ergebnis ab und führte den schon weit fortgeschrittenen Umbau weiter fort. Mit dem Abschluss des EU-Beihilfeverfahrens im Sommer können wir nunmehr die Weichen für die Zukunft der Bank mit frischer Zuversicht stellen. Die BayernLB muss zwar in ihren Randaktivitäten deutlich schrumpfen, darf und wird aber ihr Kerngeschäft unverändert fortsetzen und sogar mit Augenmaß wachsen. Dieses sorgsam austarierte Gesamtpaket gibt unserer Bank eine positive Perspektive.

Die Europäische Kommission genehmigte mit ihrer Entscheidung vom 25. Juli 2012 die vom Freistaat Bayern geschulterte Rekapitalisierung der BayernLB während der Finanzkrise. Sie bestätigte die Zukunftsfähigkeit des an den Bedürfnissen der bayerischen und deutschen Wirtschaft orientierten Geschäftsmodells, auf das wir uns bereits seit dem Jahr 2009 konzentrieren. Das verschafft der Bank – und auch ihren Kunden – die erforderliche Planungssicherheit und ermöglicht der BayernLB die notwendige unternehmerische Freiheit für ihr Geschäft mit Unternehmenskunden, Privatkunden, der Immobilienwirtschaft sowie den Sparkassen.

Die BayernLB musste sich gegenüber der Europäischen Kommission verpflichten, in den kommenden Jahren eine Reihe von Auflagen und Zusagen zu erfüllen. Zentrale Herausforderung ist die Rückführung von fünf Milliarden Euro hartem Kernkapital an den Freistaat Bayern bis zum Jahr 2019. Der Anfang ist bereits gemacht: Im November 2012 und im Februar 2013 führte die BayernLB zusammengerechnet 800 Mio. Euro an den Freistaat ab. Um die künftigen Zahlungen vornehmen zu können, muss die Bank weiteres Eigenkapital freisetzen, insbesondere durch den weiteren Abbau von Nicht-Kernaktivitäten, den Verkauf von Beteiligungen sowie mit Hilfe künftiger Gewinne. Auskömmliche Erträge bedingen wiederum eine hinreichende Größe. Die BayernLB wird insgesamt zwar weiter verkleinert, aber das Kerngeschäft darf wachsen. Die Bilanzsumme soll bis 2015 auf rund 240 Mrd. Euro sinken, nachdem das Volumen Ende 2008 noch bei mehr als 420 Mrd. Euro lag. Derzeit liegt sie bei circa 287 Mrd. Euro. Die richtige Balance zwischen dem Abbau der Nicht-Kernaktivitäten und dem nachhaltigen Wachstum im Kerngeschäft wird in den kommenden Jahren die Strategie der Bank maßgeblich bestimmen; hinzu kommen erhebliche Anstrengungen zur Steigerung von Effizienz und Produktivität.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 bewährte sich das von der Europäischen Kommission bestätigte Geschäftsmodell der BayernLB erneut. Die Bank erwirtschaftete in allen vier Quartalen schwarze Zahlen und weist zum Jahresende einen Vorsteuergewinn in Höhe von 676 Mio. Euro aus, nach 354 Mio. Euro im Vorjahr. Erfreulich ist, dass der Ergebnisbeitrag des Kerngeschäfts in Höhe von 935 Mio. Euro die Belastungen aus dem Nicht-Kerngeschäft überkompensierten. Dazu trugen neben den Geschäftsfeldern Corporates, Mittelstand & Privatkunden sowie Immobilien & Sparkassen auch unsere Konzerntochter DKB bei. Die Risikovorsorge lag auf Konzernebene mit -459 Mio. Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und dokumentiert damit die robuste Wirtschaftslage in den BayernLB-Kernmärkten Bayern und Deutschland.

Das Konzernergebnis belasteten mehrere negative Sondereffekte und Altlasten. Wie schon in den Vorquartalen ausführlich berichtet, musste die BayernLB die Pensionsrückstellungen infolge eines Urteils des Bundesarbeitsgerichts einmalig um 122 Mio. Euro erhöhen. Zudem ergaben sich IFRS-bedingte Bewertungsverluste im Zusammenhang mit sogenannten „Cross Currency Swaps“ zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften (-180 Mio. Euro) und bei der Marktbewertung der eigenen Verbindlichkeiten („Own Credit Spread“) mit -112 Mio. Euro. Auf der anderen Seite profitierte die Bank von Veräußerungsgewinnen durch den Verkauf der DKB Immobilien AG und der LBS Bayern in Höhe von zusammen 213 Mio. Euro sowie dem Rückkauf einer im Jahr 2007 begebenen Hybridanleihe in Höhe von 319 Mio. Euro.

Schwierig blieb die Lage bei unserer ungarischen Konzerntochter MKB, die seit geraumer Zeit nicht mehr zum Kerngeschäft des BayernLB-Konzerns zählt. Zwar greifen die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Dennoch wies die MKB für das Jahr 2012 einen Vorsteuerverlust in Höhe von -308 Mio. Euro aus. Die andauernde Wirtschaftskrise in Ungarn infolge der politischen Eingriffe der ungarischen Regierung und die unverhältnismäßig hohe Bankenabgabe von 47 Mio. Euro belasteten das Ergebnis erheblich.

Die BayernLB war im vergangenen Jahr dazu gezwungen, sich mit einer weiteren Altlast auseinander zu setzen: Im Dezember kündigte die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, Klagenfurt, an, die aus gültigen Kreditverträgen fälligen Zins- und Tilgungsleistungen nicht mehr zu entrichten – obwohl sie dazu wirtschaftlich weiter in der Lage ist und ihren Verpflichtungen über Jahre hinweg ohne Einschränkungen nachgekommen ist. Die BayernLB reichte unverzüglich eine Feststellungsklage beim Landgericht München ein. Wir erwarten, dass dieser Klage in vollem Umfang stattgegeben wird. Die HGAA hat ihre Behauptung – die früheren Bilanzen der HGAA seien substantiell falsch, alle Testate von Wirtschaftsprüfern und Prüfberichte der Bankenaufsicht über viele Jahre hinweg unzutreffend – bis heute durch keinerlei Dokumente oder Gutachten belegt.

Der Abbau der Nicht-Kernaktivitäten machte 2012 große Fortschritte, während im Gegenzug die Konturen der neuen BayernLB immer deutlicher hervortreten. Der BayernLB-Konzern veräußerte im Februar die DKB Immobilien AG und verkaufte zum Jahresende die LBS Bayern an die bayerischen Sparkassen. Damit erfüllten wir sehr rasch zwei wesentliche Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Kommission. Der Umfang der in der Restructuring Unit (RU) gebündelten Wertpapier- und Kreditportfolios schmolz im Jahresverlauf um knapp 10 Mrd. Euro auf deutlich weniger als 20 Mrd. Euro ab. Bemerkenswert ist, dass sich der Nominalwert der von der Bank gehaltenen ABS-Papiere zum 31. Dezember 2012 auf insgesamt weniger als 10 Mrd. Euro verringerte. Vor fünf Jahren hatte das Portfolio noch mehr als 24 Mrd. Euro umfasst.

Die Verkleinerung der Bank spiegelt sich besonders deutlich in der Bilanzsumme wider, die zum 31. Dezember 2012 im Jahresvergleich um mehr als 20 Mrd. Euro auf 286,8 Mrd. Euro abnahm. Diese Größenordnung wies die Bank zuletzt im Jahr 1999 aus. Die Core Tier 1-Quote gemäß der Definition der European Banking Authority (EBA) stieg zum 31. Dezember 2012 auf 11,6 Prozent nach 9,7 Prozent zum Jahresende 2011. Diese sehr solide Kapitalausstattung ist die Basis für weitere Zahlungen an den Freistaat Bayern.

Im Jahr 2013 wird sich die BayernLB weiter auf ihr Kundengeschäft fokussieren und die Umsetzung der Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Kommission vorantreiben. Dazu gehört insbesondere die weitere Reduzierung des Beteiligungsportfolios. Geplant ist, den weit fortgeschrittenen Verkaufsprozess für unsere Anteile an der GBW AG im Frühjahr 2013 abzuschließen. Dabei schöpft die Bank den beihilferechtlich zulässigen und wirtschaftlich vertretbaren Rahmen aus, um den bestmöglichen Schutz für die Mieter zu gewährleisten. Auch der Verkaufsprozess für die Banque LBLux S. A., Luxemburg, wurde in diesem Jahr gestartet. Im Januar hatte sich die BayernLB bereits von ihren Anteilen an der Deutsche Lufthansa AG getrennt.

Einen zusätzlichen Schwerpunkt stellen in den kommenden Jahren Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der Kostenbasis dar. Diese Maßnahmen tragen zum einen der mit der Europäischen Kommission vereinbarten Verkleinerung der Bank Rechnung. Zum anderen werden über das bereits realisierte Programm Herkules hinausgehende Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz im Kerngeschäft umgesetzt. Trotz erhöhter Aufwände aus zusätzlichen regulatorischen Anforderungen und dem weiteren Ausbau des Mittelstandsgeschäfts ist geplant, den Verwaltungsaufwand in der BayernLB ohne Konzerntöchter um 15 Prozent bis 2017 zu reduzieren. Die durch den Verkauf von Beteiligungen automatisch sinkende Kostenbasis auf Konzernebene ist natürlich in dieser Zielgröße nicht berücksichtigt.

Um die Leistungsfähigkeit der neuen BayernLB noch deutlicher zu dokumentieren, werden wir die Aktivitäten der Bank ab diesem Jahr in einer neuen Segmentstruktur darstellen. Die Kernaktivitäten der Bank werden in der Finanzberichterstattung konsequent von den Nicht-Kernaktivitäten abgegrenzt. Die bisher schon in der RU verbliebenen Kredit- und Wertpapierportfolios sowie die zum Verkauf stehenden Beteiligungen fassen wir in einer „Non Core Unit“ (NCU) zusammen. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wird die Konzerntochter DKB künftig ein eigenes Kernsegment. Dadurch wird klar zu erkennen sein, welche Erträge und Aufwendungen des BayernLB-Konzerns dem Kerngeschäft und welche der NCU zuzurechnen sind.

Insgesamt ist die BayernLB zuversichtlich, auf dem eingeschlagenen Weg auch 2013 erfolgreich voranzukommen, um die im Rahmen des Beihilfeverfahrens von der EU-Kommission auferlegten, ambitionierten Ziele erfüllen zu können. Voraussetzung für das erwartete positive Jahresergebnis ist jedoch, dass sich aus dem wirtschaftlichen Umfeld, insbesondere aus der Eurozone sowie der Weltwirtschaft keine unerwartet negativen Einflüsse von erheblicher Tragweite ergeben. Auch weitere schwerwiegende regulatorische Eingriffe könnten die Planungen der Bank beeinflussen.

Wir haben in der BayernLB im Jahr 2012 viel erreicht. Mindestens ebenso viel haben wir uns für 2013 vorgenommen. Eine Ruhepause wird es nicht geben. Der Vorstand der BayernLB und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich auch 2013 gemeinsam anstrengen, um das Vertrauen der Kunden weiterhin zu erhalten und auszubauen sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Bank zu steigern.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand

Gerd Häusler,
Vorsitzender
des Vorstandes

Dr. Edgar Zoller,
Stv. Vorsitzender
des Vorstandes

Marcus Kramer,
Mitglied
des Vorstandes

Stephan Winkelmeier,
Mitglied
des Vorstandes

Nils Niermann,
Mitglied
des Vorstandes

Michael Bücker,
Mitglied
des Vorstandes

Der Vorstand

Zuständigkeiten per 15. April 2013

Gerd Häusler
Vorsitzender des Vorstandes

Corporate Center
Markets
Deutsche Kreditbank AG

Dr. Edgar Zoller
Stellvertretender Vorsitzender
des Vorstandes

Immobilien & Sparkassen/Verbund
Bayerische Landesbodenkreditanstalt

Marcus Kramer
Mitglied des Vorstandes
CRO

Risk Office
Restructuring Unit
Group Compliance

Stephan Winkelmeier
Mitglied des Vorstandes
CFO

Financial Office
MKB Bank Zrt.

Nils Niermann
Mitglied des Vorstandes
COO

Operating Office & Personal
Banque LBLux S. A.
BayernInvest Kapitalanlagegesellschaft mbH

Michael Bücker
Mitglied des Vorstandes
ab 1. Februar 2013

Corporates, Mittelstand & Privatkunden

Jan-Christian Dreesen
Mitglied des Vorstandes bis 31. Januar 2013

Bericht des
Verwaltungsrates

Das Jahr 2012 war für Banken erneut ein herausforderndes Jahr; u. a. geprägt durch die Auswirkungen der sich insbesondere im Euro-Raum noch weiter ausweitenden Staatsschuldenkrise, das über den Jahresverlauf hinweg bestehende Niedrigzinsumfeld sowie die sich abzeichnenden notwendigen Umsetzungen der verschärften bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Auch die BayernLB musste sich in diesem angespannten, schwierigen Marktumfeld behaupten. Darüber hinaus stellte für die Bank insbesondere der formelle Abschluss des Beihilfeverfahrens durch die EU-Kommission am 25. Juli 2012 einen wichtigen Meilenstein dar. Damit wurde die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells der Bank offiziell bestätigt. Die BayernLB wird auf dieser Basis ihren eingeschlagenen Kurs als Unternehmens- und Immobilienfinanzierer sowie als verlässlicher Partner der Sparkassen mit starker regionaler Ausrichtung auf Bayern und Deutschland weiter fortsetzen. Dies wie auch die damit verbundene nachhaltige Stabilität der Bank haben oberste Priorität für Verwaltungsrat und Vorstand.

Der Verwaltungsrat hat den Vorstand während des abgelaufenen Geschäftsjahrs beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand berichtete dem Verwaltungsrat und den jeweils aus seiner Mitte gebildeten Ausschüssen, dem Risiko- und dem Prüfungsausschuss, regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik der Bank sowie über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere über die Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Zudem informierte der Vorstand den Verwaltungsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah über die Geschäftsentwicklung der Bank. Dabei standen die Ertrags-, Aufwands- und Risikosituation, die Liquiditäts- und Eigenmittelsituation und die rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle, vor allem auch bei den verbundenen Unternehmen, im Fokus.

Darüber hinaus hat sich der Verwaltungsrat mit zahlreichen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen und deren Auswirkungen auf die BayernLB und deren Töchter befasst. Ausführlich erörterte der Verwaltungsrat mit dem Vorstand die Strategie der Bank und deren Umsetzung. Das Gremium hat regelmäßig über den Fortgang der Verhandlungen mit der EU-Kommission beraten und nach intensiver, ausführlicher Behandlung in seiner Sitzung am 2. Juli 2012 die notwendige Beschlussfassung für den Abschluss des Beihilfeverfahrens herbeigeführt. Im Rahmen des stringent weitergeführten Abbaus des Nicht-Kerngeschäfts der Bank und der Umsetzung der Vorgaben der EU-Kommission hat sich der Verwaltungsrat insbesondere mit dem Verkaufsverfahren der GBW AG sowie dem Verkauf der LBS Bayern an die bayerischen Sparkassen auseinandergesetzt.

Aufgrund der auch 2012 sehr angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation in Ungarn hat sich der Verwaltungsrat kontinuierlich über den aktuellen Sachstand der zum Nicht-Kerngeschäft zählenden Konzerntochter MKB berichten lassen. Die außerordentlichen Belastungen aus der von der ungarischen Regierung implementierten ergebnisunabhängigen Bankenabgabe und des Fremdwährungskredit-Ablösegesetzes, verschärfte Eigenkapitalanforderungen der ungarischen Bankenaufsicht sowie die weiterhin schlechte wirtschaftliche Entwicklung in Ungarn führten dazu, dass die Kapitalausstattung der MKB Bank Zrt. 2012 erhöht werden musste. Der Verwaltungsrat hat hierzu im Rahmen seiner Sitzung im September und einer Sondersitzung im Dezember jeweils seine Zustimmung erteilt.

Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Verwaltungsrates haben sich im Dezember 2012 im Rahmen einer internen Informationsveranstaltung durch Mitarbeiter des Bereichs Group Accounting & Tax und des Abschlussprüfers über die neuen Vorschriften zur Rechnungslegung und zur Bilanzierung informiert.

Unter Vorsitz von Herrn Staatsminister Dr. Markus Söder wurden im Jahr 2012 insgesamt elf Sitzungen abgehalten.

Die Vorsitzenden von Prüfungsausschuss und Risikoausschuss berichten regelmäßig im Gesamtgremium des Verwaltungsrates über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses.

Der Prüfungsausschuss unter seinem Vorsitzenden, Herrn Dr. Klaus von Lindeiner-Wildau, behandelt insbesondere Fragen der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Systems für das Risikomanagement sowie der Überwachung der Abschlussprüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, und die Überprüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, insbesondere der von diesem für die Bank erbrachten zusätzlichen Leistungen. Der Verwaltungsrat hat dem Prüfungsausschuss weitere Aufgaben übertragen. So hat sich der Prüfungsausschuss 2012 u. a. über die Arbeit und Prüfungsergebnisse der internen Revision und Compliance berichten lassen sowie die Gefährdungsanalyse zur Geldwäsche und Wirtschaftskriminalität und die Festlegung von Prüfungsschwerpunkten für den Jahresabschluss 2012 gem. § 30 KWG erörtert. Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss über das Auswahlverfahren zur Bestellung des Monitoring-Trustee im Zusammenhang mit dem Abschluss des EU-Beihilfeverfahrens berichten lassen.

Der Prüfungsausschuss hat im Jahr 2012 insgesamt drei Sitzungen abgehalten.

Der Risikoausschuss unter seinem Vorsitzenden, Herrn Alexander Mettenheimer, befasste sich mit allen wesentlichen Fragen im Zusammenhang mit der vom Vorstand entworfenen, beschlossenen und vom Risikoausschuss genehmigten Risikostrategie und der Risikosituation der BayernLB auf Gruppen- wie auch auf Bank-Ebene. Dabei erörterte und beschloss der Risikoausschuss die vom Vorstand festgelegten Risiko- sowie Teilportfoliostrategien gruppenweit, erörterte Berichte des Vorstandes über die Entwicklung der BayernLB hinsichtlich der Risikoentwicklung und insbesondere zur Risikotragfähigkeit und beschloss über die Kredite, die in der Zuständigkeit des Aufsichtsorgans lagen.

Der Risikoausschuss diskutierte 2012 u. a. die Entwicklung der Restructuring Unit (insbesondere des ABS-Portfolios), den Umsetzungsstand der 3. MaRisk-Novelle in der BayernLB inkl. Ausblick auf die 4. MaRisk-Novelle. Auch über die Entwicklungen im Zusammenhang mit der anhaltenden europäischen Staatsschuldenkrise hat der Risikoausschuss sich regelmäßig berichten lassen. Der Risikoausschuss hat im Jahr 2012 insgesamt sieben Sitzungen abgehalten.

Über besondere Vorkommnisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung der Bank von wesentlicher Bedeutung waren, wurden der Vorsitzende sowie die stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Berichterstattung des Vorstandes über von der internen Revision festgestellte Mängel wurden erfüllt.

Grundsätzlich wurden in den Sitzungen des Verwaltungsrates, des Prüfungsausschusses und des Risikoausschusses die nach Gesetz und Satzung sowie gemäß den Geschäftsordnungen der jeweiligen Ausschüsse erforderlichen Beschlüsse gefasst. Wichtige Themen und anstehende Entscheidungen wurden zudem in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates und dem Vorsitzenden des Vorstandes erörtert. Die Sitzungen wurden sowohl als Präsenztermine als auch in Form von Telefonkonferenzen abgehalten. Beschlüsse wurden, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren herbeigeführt.

Corporate Governance

Die Corporate Governance-Grundsätze der BayernLB fassen die Regelungen zur Unternehmensführung und -kontrolle zusammen, welche für die BayernLB aufgrund bindender oder selbst auferlegter Vorgaben gelten.

Der Verwaltungsrat erörterte in seiner Sitzung am 7. Februar 2013 die Einhaltung dieser Corporate Governance-Grundsätze im Jahr 2012. Er hat in Übereinstimmung mit dem Vorstand festgestellt, dass ihm keine Anhaltspunkte bekannt sind, die einer Einhaltung dieser Grundsätze widersprechen. Einen gleichlautenden Beschluss hat die Generalversammlung gefasst.

Personalien

Im Jahr 2012 haben sich die folgenden personellen Veränderungen in der Zusammensetzung des Verwaltungsrates ergeben.

Zum 31. Juli 2012 endeten die Verwaltungsratsmandate von Herrn Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Herrn Professor Dr. Georg Crezelius. Die Nachfolge traten Herr Landrat Dr. Jakob Kreidl und Herr Professor Dr. Christian Rödl jeweils mit Wirkung zum 1. August 2012 an. Herr Schaidinger wird dem Gremium in der Funktion eines stellvertretenden Mitgliedes weiterhin zur Verfügung stehen.

Den Herren Schaidinger und Dr. Crezelius gilt der Dank des Verwaltungsrates für ihre über die zurückliegende Amtszeit geleistete konstruktive Mitarbeit und ihr Wirken für die Bank.

Im Vorstand der BayernLB haben sich im Jahr 2012 keine personellen Veränderungen ergeben. Mit Wirkung zum 31. Januar 2013 ist jedoch Herr Jan-Christian Dreesen aus dem Vorstandsgremium ausgeschieden. Mit Beschlussfassung des Verwaltungsrates vom 23. November 2012 wurde Herr Michael Bücker zum 1. Februar 2013 als dessen Nachfolger in den Vorstand der BayernLB berufen.

Prüfung und Billigung
des Jahresabschlusses 2012

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Bank, der Lagebericht und der Konzernlagebericht ebenso wie die Jahresabschlüsse und Lageberichte der BayernLabo und der LBS Bayern (letztere vor deren Ausgliederung) als unselbständige Anstalten der Bank, wurden durch die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Der Verwaltungsrat der BayernLB hatte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers geprüft, bevor er diesen der Generalversammlung zur Bestellung vorschlug.

Nach Abschluss der Prüfungen wurde in jedem Fall ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsausschuss hat die jeweiligen Unterlagen zum Jahres- und Konzernabschluss unter Berücksichtigung der Prüfberichte des Abschlussprüfers und im Gespräch mit diesem ausführlich erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat dem Verwaltungsrat hierüber in seiner heutigen Sitzung berichtet. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses hat der Verwaltungsrat dem Ergebnis der Prüfungen nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers und der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie eingehender Diskussion mit dem Abschlussprüfer zugestimmt und festgestellt, dass auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind.

Der Verwaltungsrat stellte in seiner heutigen Sitzung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Bank fest und billigte den Lagebericht; ebenso billigte er den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht.

Ferner hat der Verwaltungsrat der Generalversammlung vorgeschlagen, den Vorstand zu entlasten. Die Generalversammlung hat diesem Vorschlag in ihrer heutigen Sitzung zugestimmt.

Dank an Kunden,
Vorstand und Mitarbeiter

Der Verwaltungsrat bedankt sich bei allen Kunden und Geschäftspartnern der BayernLB für das im zurückliegenden Geschäftsjahr entgegengebrachte Vertrauen. Er dankt den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BayernLB für die im zurückliegenden, für die Zukunft der Bank entscheidenden Jahr geleistete Arbeit und ihren Einsatz unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen. Als einen nennenswerten Teilerfolg können hier beispielhaft die im November 2012 und Februar 2013 geleisteten Zahlungen an den Freistaat Bayern von insgesamt rund 800 Mio. Euro zur Umsetzung der Verpflichtungen aus der EU-Beihilfeentscheidung genannt werden.

Weiterhin wünscht der Verwaltungsrat viel Erfolg für die zentralen Aufgaben im Jahr 2013, insbesondere mit Blick auf die Herausforderungen, die mit der weiteren Umsetzung der Restrukturierung des Konzerns verbunden sein werden. Der Verwaltungsrat ist zuversichtlich, dass die BayernLB ihre starke Stellung im deutschen Bankenmarkt festigen und ihren erfolgreichen Weg nachhaltig fortsetzen kann.

München, 15. April 2013
Der Verwaltungsrat

 

Dr. Markus Söder
Staatsminister
Vorsitzender